Verkaufter Engel
Theaterstück über Zwangsprostitution


„Ich hätte nie gedacht, dass mich meine eigene Tante verkaufen könnte. Dass sie ihren Wohlstand mit Geschäften mit Mädchen erwirtschaftet. Dass sie mit dem Leid andere ihrem finanziellen Leiden entgegenwirkt“, sagt eine junge russische Frau. Sie ist in den Fängen der Zwangsprostitution gelandet, in den Fängen von Menschen, die Frauen zwingen in Bordellen oder auf dem Straßenstrich anschaffen zu gehe.

In unserem Theaterstück „Verkaufter Engel“ erzählen wir die Geschichten von einem Vater, der seine Tochter ebenfalls verloren hat. Sie wurde von einem sogenannten Loverboy verführt und mit zynischen psychologischen Methoden in die Prostitution getrieben. Mädchen wie diese glauben zunächst noch, aus Liebe zu handeln. Doch schnell merken sie, dass sie nur noch eine Ware sind, mit denen der Loverboy sein Geld verdient.

Doch wie kommt es zu diesen „Geschäften“? Was sind das für Männer, die Frauen so etwas antun? Und welche Rolle spielt die „Nachfrage“ der Freier dabei? Der Vater in unserem Stück muss letztlich erkennen, dass er nicht nur ein Opfer ist, der seine Tochter verloren hat. Er ist auch Täter, war als Soldat selber „Kunde“ bei einer Zwangsprostituierten im Kosovo und bei einem Firmenausflug in einem Puff in Bremen.

Die Schicksale in „Verkaufter Engel“ beruhen auf wahren Begebenheiten. Die Organisation SOLWODI – Solidarity with Women in Distress – 1987 von Schwester Lea Ackermann gegründet, kümmert sich in 15 deutschen Städten um Zwangsprostituierte aus dem Ausland. Ihre Geschichten sind anonymisiert in das Theaterstück eingeflossen, das in einer Wohnung spielt, in der Frauen versteigert werden. Die Existenz dieser Auktionen ist ebenfalls eine traurige Tatsache.

Mit Judith Suermann und Tilman Rademacher
Text und Regie: Heiko Ostendorf

Eine Kooperation mit SOLWODI

Uraufführung am 24. November 2012, 20 Uhr, im Forum am Dom, Osnabrück.

Premiere mit freundlicher Unterstützung von: Katholischer Fond, Bistum Osnabrück und Gleichstellungsbüro der Stadt Osnabrück.

Pressestimmen:

Interview mit Regisseur/Autor Heiko Ostendorf.
Kirchenzeitung Die Woche im Bistum Hildesheim
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"Wegschauen ist unmöglich. Wegen des virtuosen, eindringlichen Spiels von Judith Suermann und Jörg Schulze-Neuhoff."
Helmstedter Nachrichten
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"Verkaufter Engel" beim 99. Katholikentag in Regensburg: "Der Zuschauerraum war voll besetzt, die Menschen schauten bewegt zu, wie Judith Suermann und Tilman Rademacher vom Münsteraner Tourneetheater 'theater odos' die Geschichte der 15-jährigen Lena und ihrem Zuhälter Bruno spielten."
Bistum Münster
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"'Es sind eure Männer und Söhne', klagt Judith Suermann an. Enorm, wie sie und Tilman Rademacher zwischen Rollen und Gefühlen in diesem Stück mit seinen vielen Brüchen hin- und herswitchen... Dieses Stück ist nicht zum Unterhalten und Entspannen da. Es will aufrütteln. Das gelingt ihm voll und ganz."
Neue Osnabrücker Zeitung
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"Fesselnd, verstörend und abstoßend zugleich wirkt das Mimenspiel des münsterischen Schauspielerduos Judith Suermann und Tilman Rademacher in einer Regie von Heiko Ostendorf auf das Publikum - passen zum Ernst der Situation. Trauriges Thema, toll gespielt!"
Westfälische Nachrichten
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"Niemand bleibt hier außen vor, niemand wird aus seiner Verantwortung entlassen."
Hildesheimer Allgemeine Zeitung
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"Stimmige und aufrüttelnde Geschichte."
Münstersche Zeitung
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"Wie facettenreich die beiden Schauspieler aus Münster ihre Rollen spielen, zeigt sich besonders, als die Geschichte von einem Vater erzählt wird, dessen Tochter Lena sich in dem Milieu verloren hat."
Weser Kurier
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"Judith Suermann verkörpert die Frauen und ihre Schicksale hervorragend, aber nicht sentimental oder mitleidheischend, sondern klar und intellektuell."
Nummer89
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